Wir nehmen fünf Mythen über die Wärmeversorgung mit einer Wärmepumpe für Sie unter die Lupe!

„Wärmepumpen sind teurer als andere Heizsysteme.“
Spätestens mit dem Aufwuchs der CO₂-Aufschläge über den Emissionshandel ETS2 wird der Unterschied in den Verbrauchskosten zwischen Wärmepumpe und Gas-, und besonders gegenüber dem Ölbrennwertkessel von Jahr zu Jahr deutlicher. Somit ist die Wärmepumpe in einer Vollkostenbetrachtung mit der Förderung ein wirtschaftliches System.
„Wärmepumpen haben keine hohe Lebensdauer.“
Die Haltbarkeit eines Markenprodukts ist nach Auskunft aller großen Hersteller, die sowohl fossile Brennwertgeräte, als auch Wärmepumpen im Sortiment haben, mittlerweile vergleichbar und liegt bei ungefähr 20 Jahren.
Entscheidend dabei ist auch eine gute Planung und Auslegung der Anlage auf Grundlage einer gründlichen Heizlastberechnung: Nur so kann sichergestellt werden, dass eine Wärmepumpe genau im Optimalbereich fährt und möglichst wenig „taktet“, das heißt: Möglichst wenig An- und Abfahrprozesse hat, die den Verschleiß maßgeblich mit beeinflussen.
„Wärmepumpen lohnen sich nur im Neubau.“
Auch im Altbau sind Wärmepumpen eine interessante Option, was sich nicht zuletzt an der sprunghaft gestiegenen Nachfrage ablesen lässt: Deutlich mehr als die Hälfte der im vergangenen Jahr installierten 236.000 Wärmepumpen wurden im Gebäudebestand installiert.
„Wärmepumpen kommen bei einem Mehrfamilienhaus nicht infrage.“
Von Kaskaden-Lösungen mit Luft-Wasser-Wärmepumpen im kleinen Mehrfamilienhaus bis zu kombinierten Lösungen mit verschiedenen Wärmequellen in größeren Mehrfamilienhäusern oder Mehrfamilienhaus-Komplexen sind viele Optionen denkbar und bereits tausendfach erfolgreich installiert.
„Wärmepumpen sind laut und stören die Nachbarn.“
Die modernen Wärmepumpen erzeugen zwischen 35 dB(A) und 45 dB(A) Schall. Damit Nachbar:innen davon nicht gestört werden, gibt es Verwaltungsvorschriften, wo eine Wärmepumpe fachgerecht aufgebaut werden darf und wie sie installiert werden muss, damit so wenig Schall wie möglich erzeugt wird. Auch hier gilt: Die sorgfältige Planung ist das A und O.